Gründe, sich zu freuen

Wenn die Kraft der Ideale schlecht geredet wird,
bleiben die Schwächsten in ihrer Abgeschiedenheit sitzen

2009 – Das sind
· 20 Jahre friedliche Revolution in der DDR und Fall der Berliner Mauer,
· 20 Jahre UNO-Konvention der Kinderrechte,
· 60 Jahre Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

– und ganz nebenbei als Geschenk, das echte Schauspiel eines mutigen großen Schritt und unzähliger kleiner Schritte der BürgerInnen der USA.

Eine Einladung, die Schwierigkeiten, die über die Volkswirtschaften auf jeden von uns zukommen, als Chance für eine neue Diskussion von Wachstum anzunehmen und als Chance zum Teilen.

Der Tonfall in Deutschland zu all dem ist nüchtern. Das hat gute Gründe. Skepsis schimmert durch, bei Politikern, in den Medien. Manchmal beschleicht mich der Eindruck, eine Ungläubigkeit den „weichen“ Werten gegenüber wirke wie eine Fußfessel, die man sich unbewusst vielleicht ganz gerne selber anlegt.

Als Ohnmächtige erfahren wir denn auch oft MitbürgerInnen, die dem Zeitgeist besonders ausgeliefert sind. „Ich habe nicht gerufen, dass wir ein Volk sind“ – diese Worte uckermärkischer Landfrauen als Kommentar zur Wendezeit hat mich erschüttert. Das war im Sommer 2008, während einer Begegnung zwischen Jugendlichen aus West- und Osteuropa mit Frauen in einem Landstrich hoher Arbeitslosigkeit. Ihre Bitterkeit über den Verlust eines Lebens, in dem sie sich nützlich und sicher fühlten, hält sie zusammen. Zum Schluss des Gesprächs zündeten alle eine Kerze an, von einem Wunsch begleitet: Frieden, keine Gewalt gegen Ausländer, Ende der Kinderarmut …

270109

Müssen die Wirklichkeit und der Traum sich als zwei Welten gegenüberstehen? Sind wir uns im Klaren darüber, was wir den BürgerInnen antun, wenn wir die Brücke zwischen „Alltag“ und „Kraft der Ideale“ links liegen lassen oder sogar absägen? „Wir“ meint dabei alle die, die sich eine Interpretationshoheit anmaßen und dabei oft in Zynismus verkleidete Gleichgültigkeit verbreiten. Die Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche in der Uckermark und in der ganzen Welt haben ein Recht auf unseren ehrlichen Mut und ernsthafte Phantasie, damit sie sich zu ihren Träumen aufmachen können.

Denn nur an der Kraft unserer Ideale wächst unser Handeln.

Diese Botschaft wollen wir in Haus Neudorf mit den bescheidenen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu neuen Wegen und Projekten weitertragen.

Wir warten auf Ihr Mitwirken und freuen uns darauf!

Ihre Mascha Join-Lambert
Geschäftsführerin

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