Europäisches Jahr zur Armutsbekämpfung

Ein Jahr zum Freuen!

Herz und Schwung sollte das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung zeitigen.

Ich weiß es, Armut ist ein Wort, das wir alle fliehen möchten. Es droht mit Mangel, Lärm, Schmutz, Gewalt, Krankheit und Einsamkeit inmitten der Menschen. Armut steht für ein Gefühl von Ausweglosigkeit, für das Empfinden von Ungerechtigkeit, Übervorteilung, Bevormundung.

Sicher, Armut steht für tausend Probleme. Armut in Europa birgt eine Summe von Herausforderungen für die Institutionen und die BürgerInnen. Ständig fordert sie die Diskussion zum Verständnis von Menschenrechten.

Könnte sich in diesen Herausforderungen neben den Problemen, die zu lösen sind, auch ein Leben, das es gemeinsam zu leben gilt, erschliessen?

Menschen mit Erfahrung von Armut suchen Wertschätzung. Sie suchen Zuspruch und Freundschaft. Wenn sie diese finden, dann bringen sie auch ihre Freude am Leben und ihre Kräfte positiv ein. Vereine, Verbände, politische Parteien, Gewerkschaften und christliche Gemeinden, Sozialarbeiter und Behörden – sie alle könnten von der Lebenserfahrung dieser MitbürgerInnen profitieren. Menschen könnten miteinander Leben erleben – als Künstler, als Christen, als Eltern, als gesellschaftlich Engagierte, ….in allen Bereichen.

Es gibt Menschen, die Brücken bauen, damit solche Gemeinsamkeiten möglich werden. Ehrenamtlich oder hauptberuflich, manchmal jahrzehntelang. Auch diesen Menschen sollte das Armutsjahr gehören, auch sie brauchen Zuspruch, Wertschätzung, Freundschaft.

Deshalb: wir wollen fröhlich mit der Armut kämpfen, gemeinsam. Wer unter ihr leidet, soll erfahren, dass Andere sich mit ihm sorgen. Allein das ist ein Fest wert – ein fester Wert dazu.

Mascha Join-Lambert

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